Die Mindeststandards für Wärmeschutz, die für Neubauten gelten, wurden aus der Wärmeschutzverordnung in die EnEV übernommen. Werden die Mindeststandards nicht eingehalten, gehen 25 bis 40% der Energie über die Außenwände verloren. Luftdichte Bauweise, der Einsatz geeigneter Dämmstoffe und sorgfältige Bauausführung tragen dazu bei, dass weniger geheizt werden muß, weil der Energieverlust verringert wird.

In der DIN 4108 ist der Mindestwärmeschutz geregelt. Es wird darin unterschieden zwischen Neubauten und Baumaßnahmen im Gebäudebestand. Enthalten sind Festlegungen für Wärmebrücken und bestimmte Bauteile, die zur Gebäudehülle gehören, wie Außenwände, Decken, Fenster und Türen. Blatt 2 der DIN 4108 ist neu und enthält ergänzende Vorschriften zum Wärmeschutz und zur Energieeinsparung mit Planungs- und Ausführungsbeispielen.

Die neuen Kennzahlen für wirksamen Wärmeschutz

Im Zusammenhang mit der Energieeinsparung wird eine Begrenzung des Jahresheizwärmebedarfs Q(H) und des Transmissionswärmebedarfs Q(T) sowie die Dichtheit der Gebäudehülle vorgeschrieben. Die einzuhaltenden Werte werden als Wärmedurchlasswiderstand R in m²K/W angegeben. Die damit verbundene Begrenzung des Wärmeverlusts entspricht den in der EnEV vorgeschriebenen Grenzwerten (angegeben als U-Wert) für die Heizperiode.

Diese Kennwerte definieren den Wärmeschutz

  • Jahresheizwärmebedarf
  • Transmissionswärmebedarf
  • Wärmedurchlasswiderstand
  • Passive solare Gewinne
  • Interne Wärmegewinne
Das angestrebte Ergebnis ist der Mindestwärmeschutz nach EnEV.

Wenn der Sommer kommt

Während der Sommerperiode, in der nicht geheizt werden muß, soll auf die Klimatisierung verzichtet werden. Stattdessen soll so gebaut werden, dass eine zu starke Aufheizung der Räume vermieden wird. Wer vorausschauend gebaut hat, braucht im Sommer keine Klimaanlage. Die Dichtigkeit eines Gebäudes wirkt in beiden Richtungen. Sie läßt die sommerliche Hitze nicht in die Räume. Und wer es so hält, wie die Menschen im Mittelmeerraum, läßt auch durch die Fensteröffnungen nicht zu viel Wärme hindurch, wenn Klappläden, Rolläden und Vorhänge in den Räumen geschlossen bleiben, in denen man sich tagsüber nicht aufhält. Nicht zu verachten ist auch die Beschattung durch Bäume. Schließlich gibt es für Fenster diverse HiTech-Lösungen – Dreischeibenverglasungen, die einen geringern Anteil der Sonnenwärme durchlassen. Und wenn es doch nicht ohne Klimatisierung geht, z. B. in Büroräumen, sollten Sie sich mit der DIN 18599 vertraut machen.

Wenn Sie uns fragen...

Der Energieberater von sienergium kennt die Verordnungen von EnEV bis DIN 18599 und kann Ihnen erläutern, was Sie tun und was Sie vermeiden sollten. Darüber hinaus kann er bei Neubauten die energetische Bauüberwachung übernehmen, ggf. mit Blower-Door-Test die Dichtigkeit eines Gebäudes prüfen und dokumentieren und bei der Vorbereitung und Durchführung von Sanierungsmaßnahmen beratend mitwirken. Es lohnt sich, ihn zu fragen, bevor Sie in die Detailplanung einsteigen.

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