Im Unterschied zu undichten Stellen in einer Gebäudehülle, zum Beispiel bei Fensterrahmen, kommen Wärmebrücken auch an Stellen vor, wo kein Luftaustausch zwischen drinnen und draußen stattfindet. Als Wärmebrücken bezeichnet man Flächen auf der Innenseite einer Gebäudehülle, die aufgrund unzureichender Wärmedämmung den Wärmefluß „anlocken“. Dieser erhöhte Wärmefluß ist auf thermografischen Aufnahmen an der gelben bis gelbroten Färbung zu erkennen.
Wo Wärmebrücken zu finden sind
- Balkone (2)
- Deckenaufleger (2)
- Sockelbereich (3)
- Auskragende Baukörper (2)
- Gebäude-Außenecken (1)
- Stahlbetonpfeiler in gemauerten Wänden (2)
- Leichtmauerwerk (2)
- Befestigungen von Fassadenlementen etc. (2)
- Mangelhaft ausgeführte Dämmung (3)
- Fensterbereich (3)
- Flachdachanschlüsse (2)
Die Ursachen von Wärmebrücken
Geometrisch bedingte Ursachen (1) sind Ecken und Kanten, die im Innneren einer Gebäudehülle eine geringere Fläche aufweisen als auf den entsprechenden Außenseiten. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht von Wärmeaufnahme auf der Innenseite und Wärmeabgabe auf der Außenseite, das einen Wärmefluß bewirkt, wenn hier nicht besondere Vorkehrungen zur Wärmedämmung getroffen wurden.
Konstruktive Ursachen (2) sind überwiegend die Kombination von Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit. Der "U-Wert Beton" ist viermal höher als der von Ziegelmauerwerk. So entstehen Zonen der Temperaturabsenkung . Besonders kritsch sind
Pfusch am Bau (3) oder milder ausgedrückt – die nicht fachgerechte Verarbeitung von Materialien und unzureichende Beachtung von Konstruktionsbedingungen lassen Wärmebrücken entstehen, die sich hätten vermeiden lassen, zum Beispiel:
Konstruktive Ursachen (2) sind überwiegend die Kombination von Materialien mit unterschiedlicher Wärmeleitfähigkeit. Der "U-Wert Beton" ist viermal höher als der von Ziegelmauerwerk. So entstehen Zonen der Temperaturabsenkung . Besonders kritsch sind
- Stahlbetonstützen oder Ringanker im Mauerwerk
- unzureichend gedämmte Fenster- und Türstürze
- auskragende Stahlbetonplatten (Balkone, Vordächer, Vorsprünge)
- Stahlbetondeckenaufleger
Pfusch am Bau (3) oder milder ausgedrückt – die nicht fachgerechte Verarbeitung von Materialien und unzureichende Beachtung von Konstruktionsbedingungen lassen Wärmebrücken entstehen, die sich hätten vermeiden lassen, zum Beispiel:
- bei lückenhafter Dachdämmung
- bei lückenhafter Außendämmung im Erdreich
- bei mangelhaften Anschlüssen im Fensterbereich (Rollladenkästen!)
- bei mangelhafter Ausführung des Mauerwerks mit unterschiedlichen Materialien (U-Wert!)
Warum man gegen die Entstehung von Wärmebrücken vorgehen muß
Der verstärkte Wärmefluß bewirkt eine Abkühlung der Oberflächentemperatur, besonders im Bereich einer Wärmebrücke. Die Folge: Das Raumklima wird beeinträchtigt; man hat das Gefühl, dass es zieht. Oft genug wird als Gegenmaßnahme die Heizung höher gestellt, was auf Dauer die Heizkosten in die Höhe treibt.
Bei kalten Oberflächen besteht die Gefahr der Tauwasserbildung und damit des
Schimmelpilzbefalls. Besonders kritisch sind Räume, in denen hohe Luftfeuchtigkeit vorkommt, zum Beispiel Küchen und Bäder.
Eine anhaltende Durchfeuchtung von Mauerwerk und anderen Bauteilen kann zu Bauschäden führen. Da feuchte Bauteile schneller auskühlen als trockene, beschleunigt sich der Prozeß, je weiter er fortschreitet.
Bei kalten Oberflächen besteht die Gefahr der Tauwasserbildung und damit des
Eine anhaltende Durchfeuchtung von Mauerwerk und anderen Bauteilen kann zu Bauschäden führen. Da feuchte Bauteile schneller auskühlen als trockene, beschleunigt sich der Prozeß, je weiter er fortschreitet.
Was sonst noch zu beachen ist
Wärmebrücken in Bestands- oder Altbauten tragen zu einem großen Teil von Wärmeverlusten bei. Diesem Problem ist auch mit einer vollständigen Dämmung der Gebäudehülle nicht wirksam zu begegnen, wenn die Wärmebrücken konstruktiv bedingt sind, weil der Wärmefluß in Richtung Wärmebrücke noch zunimmt. Wirksamer und wichtiger ist die Beseitigung von Ursachen für die Entstehung von Wärmebrücken, bevor durch Kondensation Bauschäden entstehen.
Die Chance, eine Gebäudehülle ohne Wärmebrücken zu schaffen, sind bei richtiger Vorbereitung gar nicht schlecht. Bei der Planung von Neubauten sollte man sich Fachleuten anvertrauen, die bei der Wahl der Materialien, der Konstruktion und Bauüberwachung konsequent vorgehen und das energetische Sparpotenzial ausschöpfen. Bei Sanierung und Modernisierung kann der sienergium-Berater Gebäude auf Wärmebrücken überprüfen, z.B. mit Thermografie-Aufnahmen und Maßnahmen für die Verbesserung vorschlagen. Dies kann am besten im Umfang einer Energieberatung erfolgen.
Die Chance, eine Gebäudehülle ohne Wärmebrücken zu schaffen, sind bei richtiger Vorbereitung gar nicht schlecht. Bei der Planung von Neubauten sollte man sich Fachleuten anvertrauen, die bei der Wahl der Materialien, der Konstruktion und Bauüberwachung konsequent vorgehen und das energetische Sparpotenzial ausschöpfen. Bei Sanierung und Modernisierung kann der sienergium-Berater Gebäude auf Wärmebrücken überprüfen, z.B. mit Thermografie-Aufnahmen und Maßnahmen für die Verbesserung vorschlagen. Dies kann am besten im Umfang einer Energieberatung erfolgen.
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