In einem Dreipersonenhaushalt werden täglich bis zu 14 Liter Wasser an die Raumluft abgegeben. Das trägt zu einem deutlichen Anstieg der relativen Luftfeuchtigkeit bei. Die überschüssige Feuchtigkeit muß also raus, damit sie sich nicht als Kondenswasser an den Fensterscheiben oder in unzugänglichen Ecken, hinter Schränken und Vorhängen niederschlagen kann.

Gekippte Fenster kosten Energie und Geld
Gekippte Fenster kosten Energie und Geld

Am besten ist es, wenn Sie mehrmals täglich kurz, aber gründlich lüften und dabei die Innentüren offen lassen. Das sorgt für einen raschen Austausch der Luft, und die Wände kühlen nicht aus. Das ist wichtig. Denn durch die Temperaturunterschiede - kalte Wand, warme Raumluft - kann sich die Luftfeuchte als Kondenswasser an der Wand niederschlagen - ein idealer Lebensraum für Schimmelpilze!


Besonders im Winter ist die kurze Stoßlüftung sehr wirksam, weil der Austausch zwischen kalter, aber relativ trockener Außenluft und warmer relativ feuchter Luft dafür sorgt, dass überflüssige Feuchtigkeit nach draußen geschafft wird. Das funktioniert im Sommer nicht so gut, weil dann auch die Außenluft relativ feucht ist und ein Austausch von drinnen nach draußen weniger bringt.

So lüften Sie richtig

  • Stoßlüftung von 5 – 10 Minuten mehrmals täglich wiederholen
  • Nach dem Duschen lüften und die Feuchtigkeit von Fliesen mit einem Tuch entfernen
  • Beim Kochen unbedingt lüften
  • Schlafzimmer morgens nach dem Aufstehen lüften
  • Türen zu kühleren Räumen geschlossen halten

Dauerlüftung vermeiden

Die Art zu lüften sollte an die verschiedenen Räume angepaßt werden. Kühle Räume sollten nicht aus warmen Räumen mit "beheizt" werden. So wird auch Feuchtigkeit in den kühleren Raum transportiert und kann sich dort an den Wänden niederschlagen.

Innenliegende Räume

In innenliegenden Räumen, zum Beispiel Bädern oder Küchen, sollte die Funktion der vorhandenen Schachtlüftungen durch regelmäßige Reinigungen gewährleistet werden. So wird der nötige Luftwechsel sichergestellt.

Aquarien und Zimmerpflanzen

Aquarien, großblätterige Zimmerpflanzen oder Zimmerbrunnen, erhöhen die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen. Achten Sie darauf durch ausreichende Stoßlüftungen die Luftfeuchtigkeit abzuführen.

Warum Lüften noch wichtig ist

Luft kann durch Schadstoffe aus Teppichböden, Farben, Reinigungsmittel und sonstigen Ausdünstung und natürlich auch Tabakrauch belastet sein. Schon in minimalen Konzentrationen kann dies gesundheitsschädlich sein. Regelmäßiges Lüften wirkt sich positiv auf Gesundheit und Raumklima aus.

Einbau neuer Fenster

Nach Sanierungsmaßnahmen, zum Beispiel Einbau neuer Fenster, muss das Lüftungsverhalten angepasst werden. Wenn man sich nicht sicher ist, wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist und ob man mehr lüften sollte, kann ein Hygrometer sehr nützlich sein. Es mißt die relative Luftfeuchtigkeit, die im Bereich zwischen 30% und 60% und liegen sollte.

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