Das Verbrennen von Holz erlebt eine Renaissance, ob in Kaminöfen, Kachelöfen, Schwedenöfen oder im offenen Kamin. Preisgünstige Brennstoffe und ein angenehmes Wohlfühlklima sind oft ausschlaggebend für die Entscheidung zum Einbau eines Ofens.


Kachelöfen und Kaminöfen können in der Übergangszeit zur Heizperiode nach Bedarf beheizt werden und schaffen dabei mit ihrer Strahlungswärme ein als angenehm empfundenes Raumklima, das auch für Allergiker gut verträglich ist. Und auch im Winter hebt ein prasselndes Feuer im Kamin sofort die Stimmung.

Was bringt eine zusätzliche Wärmequelle?

Nur allein der Einsatz von momentan preisgünstig angebotenen Brennstoffen wie Holz oder Holzpellets wird eine spürbare Entlastung des angespannten Energiemarktes bringen. Die hessische Landesregierung strebt einen Anteil von 15% an der Wärmerzeugung durch regenerative Energie für Biomasse (Holz) am Energiemarkt an. Nur in Verbindung von verschiedenen Maßnahmen wie energetische Gebäudesanierung, Einsatz von hocheffizienten Feuerstätten und dem richtigen Brennstoff lässt sich nachhaltig ein spürbarer Effekt erzielen.

Die verschiedenen Ofentypen

Kaminöfen
Aufstellung frei im Raum mit einem Ofenrohr zum Schornstein. Im Unterschied zu offenen Kaminen hat der Kaminofen eine geschlossene Brennkammer, die bei offener wie bei geschlossener Fronttür betrieben werden kann. Dieser Typ wurde ursprünglich in Schweden entwickelt – daher auch der Name Schwedenofen - und nach Deutschland eingeführt. In kleinen Wohnungen oder Ferienhäusern reicht ein Kaminofen als Wärmequelle aus.

Offene Kamine
Die unterschiedlich und zum Teil sehr aufwändig gestalteten Kamine sind direkt an den Schornstein angeschlossen. Aus energetischen Gründen sollten sie heute geschlossen betrieben werden und sind in der Regel mit zu öffnenden Glasscheiben ausgestattet.

Kachelöfen
Eine mit Kacheln oder speziellen Steinen (Speckstein) umkleidete Feuerstelle ist direkt an den Schornstein angeschlossen. Die Umkleidung speichert die Wärme und gibt sie kontinuierlich an die Umgebung ab.

Brennmaterial

Je nach Oftentyp gibt es unterschiedliche Brennmaterialien, die genutzt werden können:
  • naturbeslassenes, stückiges Holz
  • Holzpellets
  • Braunkohle-Brickets
  • Holz-Brickets

In den Öfen dürfen nur zugelassenen Brennstoffe nach 1. BImSchV §3 verbrannt werden.

Holzpellets-Öfen empfehlen sich aufgrund ihrer problemlosen Handhabung und ihres hohen Komforts besonders. Pellets lassen sich einfacher lagern als Holzscheite (besonders wichtig in Stadtwohnungen), machen weniger Dreck und verbrennen fast rückstandfrei.

Richtige Planung

Beim Neubau sollte rechtzeitig überlegt werden, ob ein Kaminofen eingebaut werden soll. Die dafür notwendigen Schornsteine müssen in ausreichender Dimensionierung und Anzahl eingeplant werden.

Beratung vor dem Einbau

Fachbetriebe und Baumärkte bieten eine Vielzahl unterschiedlichster Ausführungen von Feuerstätten an. Wird eine Anschaffung nicht nur aus dekorativen Gründen erwogen, sollte vorher der Wärmebedarf ermittelt werden. Wesentlich für den effizienten Einsatz von Feuerstätten für feste Brennstoffe ist der richtige Brennstoff, die Güte des Brennstoffes und die Dimensionierung der Feuerstätte bezogen auf ihren Nutzen. Der sienergium Berater kann Ihnen hier mit Informationen weiterhelfen und sollte am besten schon bei der Planung mit einbezogen werden.

Für einen gefahrlosen Betrieb der Feuerstätten, muss zuvor der Schornsteinquerschnitt geprüft werden, um sicher zu stellen, dass die Abgase auch bei ungünstiger Witterung einwandfrei abziehen können. Kaminöfen können bis zu 400° C heiße Rauchgase erzeugen, die bei unsachgemäßer Aufstellung dieser Feuerstätten zu einer erheblichen Brandgefahr führen können. Deshalb ist der fachgerechte Einbau und die Einhaltung der geltenden Feuerschutzverordnung in jedem Fall von dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger zu prüfen und zu bestätigen.

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