Die optimale Wärmeversorgung eines Gebäudes ist von vielen Faktoren abhängig. Diese greifen im Gesamtsystem ineinander und sollten aufeinander abgestimmt sein. Dabei spielt der hydraulische Abgleich eine größere Rolle, als die meisten wissen.

Im Gesamtsystem einer Heizungsanlagen sind Wärmebedarf, Wärmeerzeuger, Wärmeverteilung, Heizflächen, Thermostatventile, Regelung und Nutzerverhalten Bausteine, die miteinander abzustimmen sind. Nur dann kann eine Heizung optimal Wärme produzieren, den Energieverbrauch senken und dabei Ihren Komfort erhöhen.

Wunschtemperatur durch effiziente Regelung

Der hydraulische Abgleich erfolgt in Verbindung mit einer Anpassung von Regelung, Heizungspumpe und Armatur. Das Ziel ist die optimale Bereitstellung und Verteilung der Heizwassermenge im Gesamtsystem. Diese bezieht sich auf die festgelegte Vorlauftemperatur und sorgt so dafür, dass die Heizungen mit genau der Wärmemenge versorgt werden, die die gewünschte Raumtemperatur in den einzelnen Räumen gewährleisten.

Ohne hydraulischen Abgleich kann es in einem Heizungssystem dazu führen, dass Heizflächen, die weiter hinten im System liegen nicht mit der ausreichenden Wärmemenge versorgt werden. Oft geben zu große Heizflächen in einem nicht abgeglichenen System zu viel Wärme ab, da sich das System nach den zu klein dimensionierten Heizflächen richtet.

Einsparpotenzial nutzen

Wird ein hydraulischer Abgleich gemacht, liegen die Vorteile klar auf der Hand:
  • es wird ein optimaler Anlagendruck erreicht
  • Optimaler Anlagendruck führt zu einer niedrigstmöglichen Volumenmenge, so erreichen Sie das beste Einsparpotenzial
  • Es ist in der Planung eine optimale Dimensionierung der Umwälzpumpe möglich
  • Energie- und Betriebskosten sind reduziert

Heizungen prüfen

Sie können selber feststellen, ob Ihr Heizungssystem richtig eingestellt ist. Ist dies nicht der Fall, kann ein hydraulischer Abgleich helfen.
  • einige Heizkörper werden nicht warm, andere glühen
  • Geräusche von den Heizkörperventilen, oft durch zu hohen Anlagendruck
  • Die Innentemperatur der Räume wird nicht richtig geregelt
  • Vor- und Rücklauftemperaturen sind unnötig hoch

Nutzen Sie unser Wissen

Ein hydraulischer Abgleich sollte von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Er ist bei der Inbetriebnahme von neuen Heizungsanlagen und bei Sanierung vorgeschrieben. In der EnEV sind die Maßnahmen für den hydraulischen Abgleich festgelegt und werden in der Fachunternehmererklärung zur EnEV eingetragen. Sie tragen so zu dem gewünschten Einsparergebnis bei.

Förderungen nur noch mit

Für eine Förderung des Austauschs von Heizungsanlagen mit KfW-Mitteln ist seit dem 01.01.2007 der hydraulische Abgleich Voraussetzung. Je nach Förderprogramm gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, die Ihnen Ihr sienergium-Energieberater gerne erläutert. Bei der individuellen Planung und Berechnung Ihres Heizungssystem bekommen Sie bei sienergium neutrale und fachlich qualifizierte Unterstützung.

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