Techniker und Designer überbieten sich heute bei der Gestaltung und Ausstattung von Heizkörpern. Das kann ganz schön verwirrend sein. Unter energetischen Gesichtspunkten hat jedoch die Funktion mehr Gewicht als die Form.


Auch der schönste Heizkörper ist fehl am Platz, wenn er ungünstig aufgestellt, unzureichend dimensioniert und/oder schlecht regelbar ist. Und bei unsichtbaren Heizflächen – zum Beispiel der Fußbodenheizung- spielt die Ästhetik gar keine Rolle, Technik und professionelle Ausführung eine umso größere.

Fußbodenheizungen

Fußbodenheizungen erreichen ihre erwünschte Wirkung schon mit relativ niedrigen Vorlauftemperaturen und sind deshalb energie- und kostensparend zu betreiben. Sie schaffen ein angenehmes Raumklima. Da sie über den gesamten Boden und damit eine große Masse wirken, lassen sie sich nur schwer regeln, wenn zum Beispiel die Sonneneinstrahlung die Heizung überflüssig macht. Außerdem können im Kellerbereich große Wärmeverluste auftreten, wenn die Kellerräume nicht ausreichend gedämmt sind. Eine Kombination mit herkömmlichen Wandheizkörpern ist empfehlenswert.

Konvektorheizkörper

Konvektorheizkörper funktionieren über die Warmluftumwälzung. Manche Menschen empfinden die Luftumwälzung als unangenehm. Im Gegensatz zu Fußbodenheizungen sind die Konvektorenheizkörper besser und schneller regelbar.

Regelung

Die EnEV schreibt neben der zentralen Regelung der Wärmeerzeugung auch die Regelungsmöglichkeit der Temperatureinstellung in jedem beheizten Raum vor. In der Praxis hat sich das Verfahren durchgesetzt, die zentrale Regelung der Vorlauftemperatur im Heizkessel über Außentemperaturfühler zu steuern. Damit ist sichergestellt, dass für die Beheizung der Räume das Heizungswasser die richtige Temperatur hat. Nur an sehr kalten Tagen wird der maximale Wert von 70 Grad Celsius erreicht. Moderne Heizungsanlagen verfügen zudem über ausgefeilte Programme zur Regelung der Raumtemperatur nach individuellen Bedürfnissen, zum Beispiel um die Raumtemperatur während der Nachtstunden und während der Arbeitszeit abzusenken, aber an Wochenenden wieder hochzufahren.

Für die Regelung in den Räumen sind die Heizkörper mit Thermostatventilen bestückt. Die Nachrüstung mit solchen Ventilen schreibt die EnEV auch für alte Gebäude vor.

Was für Thermostatventile zu beachten ist

  • Sie sollten frei zugänglich sein. Wo dies aus baulichen Gründen nicht möglich ist, sind Fernfühler einzusetzen
  • Ist eine zentrale Nachtabsenkung einprogrammiert, sind die Thermostatventile in den Räumen nicht auch noch zu drosseln. So wird nur das Aufwärmen am Morgen verhindert.
  • Elektronische Thermostatventile sind besonders in Mehrfamilienhäusern sinnvoll, weil eine zentrale Nachtabsenkung aufgrund der unterschiedlichen Lebensgewohnheiten der Bewohner nur schwer durchzusetzen ist. So kann jeder Haushalt die Nachtabsenkung nach individuellen Bedürfnissen selbst regeln.
  • Ein hydraulischer Abgleich sollte vom Fachmann durchgeführt werden und ist Voraussetzung für den effizienten Betrieb Ihrer Heizungsanlage.

Hier hilft der sienergium Berater

Der sienergium Berater kann Ihnen bei der Wahl der richtigen Heizungsanlage und zugehöriger Heizkörper helfen. Er kennt die Vor- und Nachteile und steht Ihnen mit Informationen zur Seite. Bei Problemen mit vorhandenen Heizungssystemen wie störenden Geräuschen, schwieriger Regelbarkeit der Temperatur kann der Energieberater von sienergium Ihnen Problemlösungen bieten.

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