Fossile Energie wurde vor Jahrmillionen aus Biomasse gebildet und ist heute in der Erde eingelagert. Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert haben wir den Verbrauch fossiler Energieträger – Kohle, Erdöl, Erdgas – extrem gesteigert, um aus ihnen Strom und Wärme zu erzeugen. Da die Biomasse vor Jahrmillionen auch CO2 gebunden hat, wird dieses Treibhausgas bei der Verbrennung wieder freigesetzt.


Im Unterschied zur regenerativen Energie sind fossile Energieträger irgendwann einmal verbraucht. Legt man das heutige Tempo zugrunde, geben uns die Statistiker nur noch 30 bis 100 Jahre, bis die Lagerstätten fossiler Energie erschöpft sind. Der Druck, alternative Energie zu nutzen, ist also in zweifacher Hinsicht groß. Die Industrie- und Schwellenländer verbrauchen enorme Energiemengen. Die Treibhausgase machen immer größere Teile unseres Globus für Menschen und Tiere unbewohnbar.

Berechnung der Vorräte

Fachleute haben 2005 Schätzungen über den Vorrat fossiler Energieträger abgegeben (Angaben in SKE = Steinkohleeinheiten):
  • Kohle: 783 Mrd. Tonnen
  • Erdöl: 216 Mrd. Tonnen
  • Erdgas: 205 Mrd. Tonnen
Daraus haben sie eine statistische Reichweite von knapp 100 Jahren errechnet, wenn der Verbrauch auf dem heutigen Niveau bleibt. Damit ist aber nicht zu rechnen, weil die Schwellenländer und die aufstrebenden Großindustrien in China und Indien als Großverbraucher hinzukommen.

Großverbraucher (Mrd. t SKE – nach UN-Angaben)

(Angaben für 1999, in Klammern für 1990)
  • Nord-u. Mittelamerika 3,719 (3,196)
  • Europa (ab 1998 mit Rußland) 3,486 (2,346)
  • Asien (ohne Rußland) 3,755 (2,659)
    • davon China 1,036 (0,893)
    • Japan 0,663 (0,564)
  • Südamerika 0,418 (0,313)
  • Afrika 0,411 (0,282)
  • Australien und Ozeanien 0,182 (0,149
  • UdSSR --- (1,919)

Braunkohle Abbau
Braunkohle Abbau

Derzeit sind wir noch überwiegend von fossilen Energieträgern abhängig, die zu fast 84% zum Primärenergieverbrauch beitragen; Kernenergie trägt 13% bei, und den bescheidenen Rest teilen sich die erneuerbaren Energien.




Globale Erwärmung

Die bei der Verbrennung fossiler Energieträger an die Luft abgegebenen Treibhausgase haben im Laufe eines Jahrhunderts – für die Erdgeschichte eine verschwindend kurze Zeit – zu einem meßbaren Anstieg der jährlichen Durchschnittstemperatur geführt. Die globale Erwärmung um 0,6 Grad erscheint insignifikant, doch das Klima ist bereits nachhaltig gestört und gefährdet die Lebensgrundlagen für Menschen und Tiere.

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