Dämmstoffe im Hausbau müssen heute zwei Aufgaben erfüllen. Sie müssen dafür sorgen, dass die Bausubstanz erhalten bleibt und sie müssen verhindern, dass die Wärme über die Gebäudehülle nach draußen entweicht. Die zweite Aufgabe, der man vor dem ersten Ölpreisschock in den 70er Jahren noch nicht allzu große Bedeutung beimaß, ist heute besonders wichtig, weil die Energieverknappung unaufhaltsam fortschreitet (und damit ihre Verteuerung) und weil der Energieverbrauch die globale Erderwärmung beschleunigt.

Energetische Gebäudesanierung
Energetische Gebäudesanierung

Es lohnt sich deshalb, auch den Gebäudebestand unter energetischen Gesichtspunkten zu betrachten und geeignete Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle vorzunehmen. Die Wärmeschutzvorschriften für Neubauten wurden im Laufe der Jahre nach 1974 ständig verschärft. Für den Gebäudebestand gibt es entsprechende Förderprogramme, die Hausbesitzern den Entschluss erleichtern können, sich mit einer umfassenden energetischen Gebäudesanierung auseinanderzusetzen. Der sienergium Berater ist dabei der richtige Ansprechpartner, wenn es um die fachliche Orientierung und die Antragstellung der Fördermittel geht. Eine gut geplante Sanierung rechnet sich in jedem Fall. Die nachträgliche Dämmung der Außenwände kann den Energieverlust um bis zu 75 % mindern, Jahr für Jahr.

Wann ist der richtige Zeitpunkt

Wenn Arbeiten an der Außenfassade anstehen und dafür ein Baugerüst aufgestellt werden muß, sollte auch die Wärmedämmung ins Auge gefaßt werden. Der sienergium Berater kann bei der Entscheidung behilflich sein. Er berät in Sachen Brandschutzklassen der Dämmstoffe, die auf Art und Höhe des Gebäudes abzustimmen sind, und kennt sich aus mit den aktuellen Förderprogrammen, die bei energetischen Sanierungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden können.

Die richtige Maßnahme zum passenden Zeitpunkt


Die energetische Gebäudesanierung sollten in Abstimmung mit anderen anstehenden Sanierungsarbeiten geplant werden. (Download Tabelle siehe Seite unten.)


So wird ein Haus heute eingepackt

Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) besteht aus mehreren Schichten, die auf der Außenhaut der Gebäudehülle anzubringen sind. Dämmstoffplatten sollen das Entweichen der Wärme verhindern, Gewebe und Armierungsmörtel sorgen dafür, dass keine Risse entstehen, dann werden Außenputz und Farbe aufgebracht. Die Materialien sind aufeinander abgestimmt und vom Hersteller als Komplett-System zu beziehen. Wichtig ist eine fachgerechte Ausführung. Bei Pfusch verpufft die Wirkung und die Energie.

Materialauswahl

Das Angebot umfaßt eine Vielzahl von organischen und anorganischen Materialien:
  • organisch und nachwachsend: Hanf, Holzfasern, Zellulose, Kork, Schafwolle
  • organische, nicht nachwachsend: Polystyrolschaum, Polyurethanschaum (PUR)
  • anorganisch/mineralisch: Blähton, Mineralwolle, Calziumsilikat, Schaumglas
Dabei ist zu beachten, dass die Wärmeleitfähigkeit und die Entflammbarkeit den Vorschriften entsprechen. Für die Wärmeleitfähigkeit gilt ein Wert von 0,035 - 0,04 W/ (mk) als empfehlenswert. Daraus ergeben sich die Wärmeleitfähigkeitsgruppen 035 und 040. Die Dämmstoffe werden je nach Beschaffenheit als Verlegeplatten oder kleinteilig zur Schüttung oder Einblasung angeboten.

Innendämmung

Wo sich aus ästhetischen oder gesetzlichen Gründen (Denkmalschutz) eine Außendämmung verbietet, kann die energetische Sanierung von innen bewerkstelligt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite Innendämmung.

Vorhangfassaden einst und jetzt

In Hessen haben Vorhangfassaden Tradition. Die Außenhaut bestand aus Holzschindeln, Schieferplatten oder Verblendmauerwerk. Der Zweck war in erster Linie der Schutz gegen Witterungseinflüsse, aber auch optische Gründe spielten eine Rolle. Damals war der Wärmeschutz von untergeordneter Bedeutung.

Heute werden Vorhangfassaden vor allem genutzt, um zwischen Außenhaut und Mauerwerk noch eine Dämmschicht für die Wärmedämmung einzubringen. Wichtig ist auch hier die sorgfältige und energetisch wirksame Ausführung, das heißt die Vermeidung von Wärmebrücken. Eine direkt auf die Wand angeschraubte Lattung zum Beispiel kann den Wärmeschutz um bis zu 15% mindern. Die Lattung "verbraucht" bei einem Einfamilienhaus eine Fläche von 15 - 20 m², die nicht ausreichend gedämmt ist. Auch bei der Befestigung des Dämmstoffes ist peinlich darauf zu achten, dass dieser an möglichst wenigen Stellen durchbohrt wird. Solche “Verletzungen“ sind später das Ausfalltor für die Wärme.

Die Hinterlüftung der Fassade sorgt dafür, dass Regen- und Tauwassser, aber auch Wasserdampf aus der Gebäudehülle sich verflüchtigen können und die Gebäudehülle trocknet. Dafür müssen geeignete Zu- und Abluftöffnungen eingerichtet werden.

Gute Planung ist das A und O

Bei allen Maßnahmen zur Wärmedämmung ist das A und O eine gute Planung, eine sorgfältige Ausführung unter besonderer Beachtung der bekannten Schwachstellen:
  • Tür- und Fensterlaibungen
  • Kelllerdecken
  • Dachanschlüsse
  • Flachdächer
Der sienergium Berater kann Ihnen mit den richtigen Informationen weiterhelfen, um diese zu vermeiden. Er verfügt über das nötige Fachwissen über die verfügbaren Materialien, ihre wärmedämmende Wirkung und die fachgerechte Verarbeitung. Er kann Ihnen sagen, worauf man bei der Planung besonders achten muss. Bei der Planung einer Sanierung ist es günstig, eine Maßnahmenplanung mit einer Energieberatung von sienergium zu verbinden. Dann haben Sie schwarz auf weiß, welche Maßnahmen was bringen.

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Richtige Maßnahme zum passenden Zeitpunkt
Planen Sie mit diesem Leitfaden Ihre Baumaßnahmen zu den passenden Gelegenheiten.
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