Bei der Erzeugung von Strom bleibt im allgemeinen ein Großteil der eingesetzten Energie ungenutzt - als Abwärme. Dabei können bis zu 60% der eingesetzten Energie verloren gehen. Mit der Kraftwärmekopplung in Blockheizkraftwerken wurde eine Möglichkeit entwickelt , die Abwärme zum Heizen und - in Industriebetrieben - zum Betreiben von Maschinen und Anlagen (Prozesswärme) zu nutzen.

Blockheizkraftwerke (BHKW)

Blockheizkraftwerke gibt es bereits in den unterschiedlichsten Größen. Manche versorgen ganze Stadtteile, andere nur einen Gebäudekomplex, zum Beispiel Krankenhäuser, Altenheime, Mehrfamilienhäuser. Sie werden überwiegend mit Erdgas betrieben, gelegentlich auch mit Dieselkraftstoff. Es können auch Biodiesel und Biogas eingesetzt werden. In einigen Anlagen werden auch schon Brennstoffzellen erprobt. Die moderneren Anlagen verfügen auch über die Möglichkeit der Brennwertnutzung, sie können also zusätzlich die im Abgas enthaltene Kondensationswärme nutzen und damit die Gesamteffizienz um 5 bis 15% verbessern.
Blockheizkraftwerke haben den Vorteil, dass die erzeugte Wärme keine weiten Wege zum Abnehmer hat. Der Transportverlust ist entsprechend gering. Andererseits müssen sie eine Lösung für das Problem finden, dass sie mehr Strom produzieren als für den Eigenbedarf benötigt. Diese Lösung heißt heute Einspeisung in das öffentliche Netz. Es wird weiter daran gearbeitet, Verfahren zu entwickeln, die Stromerzeugung so zu steuern, dass die dabei entstehende Wärme möglichst vollständig genutzt werden kann. Aufgrund ihres Nutzungsgrads und ihrer Flexibilität gehören Blockheizkraftwerke zu den fortschrittlichen und ökologisch akzeptablen Systemen, die finanziell gefördert werden.

Wo BHKW Strom und Wärme liefern

  • In überschaubaren Wohngebieten (Nahwärme)
  • In Bürokomplexen
  • In Hotels
  • In Altenheimen
  • In Krankenhäusern
  • In Mehrfamilienhäusern
  • In Schwimmbädern
Beim Ausbau der Kraftwärmekopplung hat Frankfurt eine Vorreiterstellung. Entsprechend häufig sind im Rhein-Main-Gebiet viele Blockheizkraftwerke anzutreffen - überwiegend in den oben genannten Einrichtungen. Für die Wirtschaftlichkeit von Blockheizkraftwerken sind zwei Aspekte entscheidend:
  • ein möglichst gleichbleibendes Niveau auf der Abnehmerseite, möglichst mit ausgeglichenen Abnahmemengen von Strom und Wärme
  • die Möglichkeit, Strom-Überschüsse in das öffentliche Netz einzuspeisen
In Gebäuden mit ständigem Wärmebedarf (Warmwasser oder Prozesswärme) sind die Vorausetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb von Blockheizkraftwerken optimal.

Das spricht für Kraftwärmekopplung

  • Optimierung der energetischen Effizienz (Strom- und Wärmeerzeugung)
  • Flexibilität (Größenanpassung, Brennstoffe)
  • Wirtschaftlichkeit (Stromeinspeisung ins öffentliche Netz)
  • Günstige CO2-Bilanz
  • Staatliche Förderung
Da Blockheizkraftwerke in erster Linie zur Stromerzeugung eingesetzt werden, ist hier das Einspeisungsgesetz von Bedeutung. Wie und an wen im einzelnen die elektrische und die thermische Energie weitergeleitet werden, ist eine Frage, bei der die Beratung von sienergium richtungsweisend sein kann.

Beratungsangebot

So spielt bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung die Dimensionierung, ob Mini BHKW oder Zusammenschaltung mehrerer Anlagen, eine wichtige Rolle. Der Energieberater von sienergium kann bei diesen Vorüberlegungen die einschlägigen Vorschriften erläutern, zum Beispiel zur Ableitung der Abgase und zum Baurecht. Zusätzlich kann er Informationen zu Fördermöglichkeiten geben und dazu beitragen, dass diese voll ausgeschöpft werden.

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